Warum selbstständiges Spielen für Kinder so bedeutsam ist und wie du es unterstützen kannst.

Warum selbstständiges Spielen für Kinder so bedeutsam ist und wie du es unterstützen kannst.

„Wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann.“ - Astrid Lindgren

 

Kindliches Spiel gilt als Quelle und Voraussetzung für ihre Entwicklung. Im selbstständigen Spiel finden sie Raum, sich die Welt anzueignen, sich selbst zu erkennen und zu verstehen. Jedes Spiel hat eine individuelle Bedeutung für das Kind.

 

Selbstständiges Spielen ist vielfältig: 

Im Gras nach Käfern suchen, Ball spielen, Autos beobachten, turnen, lesen, ....

Entdeckst du, was dein Kind begeistert, kannst du es unterstützen: "Sollen wir eine Spielzeugfigur von deinem Lieblingstier besorgen, so dass du ihm hier ein Zuhause einrichten kannst?'"


Spiel als Schutzzone, Verarbeitungsstrategie und Weltaneignung.
Im Spiel können Kinder Risiken eingehen, ohne reale Folgen zu fürchten. Sie eignen sich die Welt und Alltagsroutinen an, woraus Orientierung und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entstehen. Außerdem verarbeiten sie Geschehnisse, indem sie Erlebtes nachspielen oder verändern.

 

Zeit für Fehler und eigenständige Lösungen
Wenn Kinder selbst spielen, kreieren und nutzen sie eigene Ideen und Erfahrungen. Sie lernen, mit Frust umzugehen, wenn etwas nicht klappt, und können eigene Lösungen finden, ohne dass Erwachsene direkt eingreifen und begleiten. Dabei wird auch Geduld und Verständnis mit sich selbst gelernt.

 

Förderung der Kreativität und Selbstständigkeit
Im selbstständigen Spiel verwenden Kinder Fantasie, um eigene Spiele und Welten zu erschaffen. Diese fördert Kreativität und ist ein wichtiger Baustein für zukünftige Problemlösungsfähigkeit und Innovationskraft, Selbstvertrauen und Unabhängigkeit.

 

Zeit für Weniger
Häufig versuchen wir, mehr zu tun:
Mehr Verbindung, mehr dies und mehr das. Geborgenheit ist eine Voraussetzung für die Entwicklung des kindlichen Spiels. 

Manchmal braucht es aber auch weniger:
Weniger Engagement, Fremdbestimmtheit, Begleitung und Input von außen.


Lernen braucht Übung
Auch Fahrradfahren wird nicht an einem Tag erlernt. Sei geduldig mit euch. Anfangs können es nur 30 Sekunden Spielzeit sein, die nach und nach ausgebaut werden. 

"Heute war es noch ziemlich knifflig. Aber ich weiss, dass es jeden Tag ein bisschen leichter wird."

 

Spielzeit einführen und erklären
Du kannst dein Kind darauf vorbereiten, dass ihr eine Spielzeit einführen werdet.

"Wir legen ab jetzt jeden Tag eine Zeit ein, die nur für dich ist. Du darfst tun, was auch immer du möchtest - solange es nicht gefährlich wird oder jemandem weh tut. Sie dauert immer so lange, bis der Wecker klingelt."

 

Widerstand begleiten
Wenn dein Kind dich während der Spielzeit dazu auffordert, mit ihm zu spielen, kannst du es an die Spielzeit erinnern und betonen, dass du danach wieder präsent sein wirst:

"Jetzt ist deine Spielzeit. Ich bin gerade dabei, Sobald der Wecker klingelt, möchte ich genau wissen, was du gespielt hast!"

 

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